Da ist sie wieder, die Normalzeit, nix Winterzeit

Tatsächlich ist die mitteleuropäische Zeit (MEZ) die normale Zeit und heißt offiziell deshalb auch Normalzeit, nicht Winterzeit. Dass wir uns den ganzen Sommer lang eine Stunde früher aus dem Bett schälen, wurde uns behördlich verordnet und geschieht so alljährlich seit dem 6. April 1980. 
 
Nach der Ölkrise 1973 hatte man gehofft, mit der Sommerzeit Energie einzusparen, indem man das Tageslicht besser ausnutzt.

In dieser Hinsicht hat sich die MESZ nicht ausgezahlt. Zwar wird durch die Sommerzeit an der Abendbeleuchtung gespart, doch steigt der Energiebedarf in den Morgenstunden - vor allem in den Randmonaten April und Oktober verbrauchen wir nun mehr Energie als vorher, allein, um unsere Wohnungen morgens zu heizen.

Die Zeitumstellung in der EU
Neben der Energieersparnis ging es den Deutschen aber auch um das Angleichen an die Nachbarländer. Immerhin stellen Frankreich und Italien schon seit 1966 bzw. 1967 ihre Uhren um. Die Bundesrepublik war mit Dänemark das letzte damalige EG-Land, das sich der Regelung anpasste.

In der Europäischen Union wurden schließlich die Zeiten, in denen die Sommerzeit gilt, für alle Länder vereinheitlicht. So stellen wir Europäer seit 1996 alle in der gleichen Nacht unsere Uhren um: immer am letzten Märzwochenende vor und am letzten Oktoberwochenende zurück.



Bildquelle: PIRO4D/Pixabay

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