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Die Entdeckung des Koffeins

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Friedlieb Ferdinand Runge interessierte sich schon als Jugendlicher für die Chemie und soll früh mit eigenen Experimenten begonnen haben.    Während dieser Zeit soll ihm versehentlich eine geringe Menge des Safts der Schwarzen Tollkirsche ins Auge gelangt sein, was beim jungen Runge eine pupillenvergrößernde Wirkung feststellen ließ. Diese Beobachtung sollte er während seiner Studienzeit in Jena dann Johann Wolfgang von Goethe vorführen. Goethe war als Gast von Runges Vorgesetzten an der Universität Jena eingeladen und ging der Vermutung nach, dass Kaffee als Mittel gegen das Gift der Tollkirsche wirken könnte. Als Dank für das Experiment schenkte Goethe dem Chemie-Studierenden einige Kaffeebohnen und machte den Vorschlag, dass dieser deren chemische Zusammensetzung auf eine wirksame Substanz untersuchen möge. 1819 gelang es Runge schließlich, Koffein aus den Bohnen zu isolieren.  Dementsprechend gilt er auch als der Entdecker des Koffeins. Unabhängig von Runge...

Ein Lächeln geht um die Welt

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Im Dezember 1963 sollte Harvey Ball (*10. Juli 1921 - †12. April 2001 US-amerikanischer Grafikdesigner.) einen Ansteckbutton für die kleine Versicherungsgesellschaft State Mutual Life Assurance Cos. of America entwerfen, um deren Mitarbeiter zu motivieren. Also zeichnete er einen Kreis, malte ihn gelb aus, setzte zwei Punkte hinein, darunter einen Halbkreis, und das Smiley war geboren. Diese Ansteckbuttons wurden dann auch an die Kunden des Unternehmens verteilt und das Smiley rasch so populär, dass es schon wenige Monate später weltweit bekannt war. Ball erhielt für den Entwurf 45 US-Dollar. Durch eine fehlende rechtliche Absicherung des Motivs verdiente Harvey Ball (von den 45 Dollar mal abgesehen) gar nichts. Er beschäftigte sich trotz des entgangenen Gewinns weiterhin mit dem Smiley und gründete die World Smile Corporation, deren verkaufte Smiley-Produkte Kinderhilfsorganisationen in der ganzen Welt zugutekommen. Dieses Anliegen wurde auch nach seinem Tod im Jahr 2001 weitergeführt...

Von der Filtertüte zum Weltkonzern

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Amalie Auguste Melitta Bentz (1873 – 1950) liebte Kaffee. Allerdings soll sie sich die Hausfrau mehr als einmal über die Kaffeekrümel im morgendlichen Heißgetränk geärgert haben.    Es sei an dieser Stelle erwähnt, dass man zu ihrer Zeit das Kaffeepulver komplett in Wasser aufbrühte und den so entstandenen Kaffeesatz mit einem Sieb abschüttete. Nun verfügte Frau Bentz aber auch über eine pragmatische Seite verfügte und sie ging das geschilderte Problem auf ihre Weise an. So durchlöcherte sie den Boden einer Konservendose mit einem Nagel und legte ein Löschpapier aus dem Schulheft ihres Sohnes in den so präparierten Behälter. Voilà, fertig war die erste Filtertüte, mit welcher der Kaffeesatz aus dem Getränk ferngehalten werden konnte. Am 15. Dezember 1908 ließ das Ehepaar Melitta Benz dann mit einem Eigenkapital von 73 Reichspfennigen Melitta als Marke in das Handelsregister in Dresden eingetragen. Melitta Bentz’ Mann Hugo Bentz betrieb seit 1906 ein Haushaltswarengeschäft. Zus...

Nach Fasching kommt die Fastenzeit

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Im 17. Jahrhundert lebten einige deutsche Mönche die Fastenzeit mit einer Konsequenz, die heute fast unvorstellbar wirkt. Die kirchlichen Vorschriften verboten ihnen für 40 Tage jede feste Nahrung. Um diese Zeit dennoch körperlich zu überstehen, entwickelten sie ein besonders kräftiges Bier – reich an Malz, Nährstoffen und Kalorien. Nicht umsonst bekam es den Namen „flüssiges Brot“. Dabei ging es nicht um Genuss, sondern um Notwendigkeit. Dieses Starkbier war Teil einer durchdachten Überlebensstrategie, die es den Mönchen erlaubte, weiter zu arbeiten, zu beten und den strengen Alltag im Kloster zu bewältigen – allein mit Bier und Wasser. Viele Jahrhunderte später, im Jahr 2011, wollte ein Journalist herausfinden, wie fordernd diese Praxis tatsächlich war. Er rekonstruierte das historische Rezept und ernährte sich 40 Tage lang ausschließlich von diesem Bier und Wasser. Seine Erfahrungen hielt er sorgfältig fest, sowohl körperlich als auch mental. Am Ende des Selbstversuchs hatte er rund...

Mariä Lichtmess - Imbolc - Murmeltiertag

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Das Ende des Winters wird an Mariä Lichtmess bzw. Imbolc gefeiert. Die Tage werden endlich spürbar wieder länger. Das keltische Mondfest Imbolc markiert die Übergangsphase vom tiefen Winter zum frühen Frühling. Imbolc ist ein Fest des Lichts, der Hoffnung, der Reinigung und des Neubeginns. Der Murmeltiertag ist ein kulturelles Ereignis, das am 2. Februar in den USA und Kanada stattfindet. Es basiert auf der deutschen Bauernregel, dass das Waldmurmeltier seinen Schatten sieht, wenn der Winter noch sechs Wochen dauert.