Recycling der Plastikflaschen

PET-Flaschen sind praktisch, aber umstritten. Doch wie nachhaltig ist die Einwegware eigentlich? Und werden aus Flaschen wirklich wieder Flaschen?

Zwei Drittel der Wasserflaschen, die in Deutschland verkauft werden, bestehen aus PET. Dahinter verbirgt sich der Stoff Polyethylenterephthalat, ein Kunststoff aus der Familie der Polyester.

Wer seine PET-Flaschen zurück in den Supermarkt bringt, bekommt in Deutschland pro Flasche 25 Cent Pfandgeld ausgezahlt. Weil dieser Pfandpreis vergleichsweise hoch ist, werden über 96 Prozent der Flaschen zurück in die Geschäfte gebracht.

Hinter dem Getränkeflaschenautomaten befindet sich ein sogenannter Kompaktor. Diese Maschine zerdrückt die Flaschen und verpresst sie zu Ballen. So verringert sich das Transportvolumen und die Flasche ist zerstört.

Das PET-Flaschensystem in Deutschland ist - anders als das Mehrwegsystem - kein geschlossenes Kreislaufsystem. Werden die Verschlüsse eingerechnet, entstehen durch PET-Flaschen jährlich rund 450.000 Tonnen Kunststoffabfälle. Neben einem Viertel an Müll, aus dem wieder Flaschen entstehen, werden laut dem Industrieverband Kunststoffverpackungen 23 Prozent zu Fasern und 22 Prozent zu Folien recycelt, ein weniger hochwertiges Material als bei neuen Wasserflaschen. Etwa 20 Prozent gehen ins Ausland, der Rest wird verbrannt.

Viele PET-Produkte sind unnötig, wenn man sich etwas Gedanken über Nachhaltigkeit und Regionalität macht.
 
 
 
Bild von Hans auf Pixabay

Beliebte Posts aus diesem Blog

Schon gewusst? Hummeln

Wildkräuter, nix Unkraut

Herbstzeit ist Staudenzeit - Glockenblume

Internationaler Tag des Kindes

Ein Lächeln geht um die Welt

Eine Gemeinschaft von Tina Peel

Wildbienen in Not

Schönheit und Ästhetik

Von der Filtertüte zum Weltkonzern

Das Rätsel der „blauen Sonne“ von 1831