btw - Schottergärten als Privatangelegenheit

Lange galten Schottergärten als Privatangelegenheit. Diese Sichtweise hat sich grundlegend gewandelt. Die Klimaanpassung in Städten und Gemeinden ist zu einer drängenden Aufgabe geworden, und die Kommunen suchen nach Hebeln, um versiegelte oder ökologisch wertlose Flächen zu reduzieren.

Die privaten Vorgärten summieren sich in Deutschland auf eine beachtliche Gesamtfläche – Schätzungen gehen von mehreren zehntausend Hektar aus, die allein durch Schottergärten verloren gegangen sind.

Das alte Unkrautvlies muss raus, und der verdichtete Boden darunter braucht gründliche Lockerung. Eine stabile Grabegabel mit langen Zinken ist das ideale Werkzeug für diese Arbeit. Sie dringt leichter in verdichtete Böden ein als ein Spaten.


Wurzelwachstum
Unter den meisten Schottergärten liegt ein Unkrautvlies, das jegliches Wurzelwachstum verhindert. Selbst wenn Sie Löcher ins Vlies schneiden und dort Pflanzen einsetzen, erreichen die Wurzeln nicht den eigentlichen Boden darunter. Die Pflanzen kümmern vor sich hin und gehen meist innerhalb weniger Jahre ein.

Für eine erfolgreiche Bepflanzung müssen Sie das Vlies entfernen und den darunterliegenden Boden lockern sowie mit Kompost verbessern. Der Schotter selbst kann teilweise als Mulch zwischen den Pflanzen wiederverwendet werden.

Für ehemalige Schottergärten eignen sich Stauden, die an trockene, nährstoffarme Standorte angepasst sind. Besonders bewährt haben sich Fetthenne, Lavendel, Katzenminze, Thymian, Salbei, Zierlauch und trockenheitstolerante Gräser wie Blauschwingel oder Federgras.

Nach dem ersten Anwachsjahr, in dem noch regelmäßig gegossen werden muss, kommen sie mit den natürlichen Niederschlägen aus. Wichtig ist ein durchlässiger Boden ohne Staunässe, da viele dieser Arten zwar Trockenheit vertragen, aber bei nassen Füßen eingehen.
 

Bildquelle: couleur/Pixabay

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